Eva Schönfeld
Titel des Werks

Plant The Matriarchy


50 x 70 cm
acrylic, watercolour, pastel on paper
2025



Matriarchat wird oft missverstanden.
Es ist kein Gegenentwurf zur „Männerherrschaft“, keine Umkehr männlicher Dominanz und schon gar keine weibliche Diktatur. Es ist eine andere Art, zusammenzuleben. Eine, in der Macht keine Bühne bekommt, sondern Beziehungen. Statt Hierarchien zählen Nähe, Ausgleich und das Gefühl, getragen zu sein. Frauen übernehmen dabei eine zentrale Rolle für Verbindung, Fürsorge und Stabilität – nicht als Herrscherinnen, sondern als Halt gebendes Zentrum eines lebendigen Gefüges. Männer haben hier nichts zu verlieren. Sie sind keine Untergeordneten, sondern gleichwertige Partner, fest im Mutterklan verankert und tief eingebunden in Familie und Gemeinschaft. Entscheidungen entstehen gemeinsam, Verantwortung wird geteilt. Ein Mann steht nicht an der Spitze, sondern mitten im Ganzen. Starke Frauen bedeuten hier keine schwachen Männer, sondern ein Miteinander ohne Dominanz und Machtgehabe. In diesen Gesellschaften wächst Führung aus Fürsorge und Verantwortungsgefühl, nicht aus Kontrolle. Besitz gehört nicht Einzelnen, sondern dem Clan, Beziehungen entstehen freiwillig und frei von Abhängigkeit. Sicherheit kommt nicht aus Macht, sondern aus Zugehörigkeit. Diese Kulturen zeigen, dass Stärke leise sein darf – und dass echtes Zusammenleben dort beginnt, wo niemand über dem anderen stehen muss.


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